Bist du dem Tod im Leben schon begegnet?

Ich sitze hier auf der Veranda, Praslin, Seychellen . Die Aussicht auf den indischen Ozean mit seinen brillanten türkis blauen Farben hat mich schon den ganzen Tag entzückt. Worüber ich heute nachdenke?

Das Leben ist bunt und hat mir schon ganz viele schöne Stunden gebracht. Aber auch eine Menge an schwerer Kost. Alles, aber auch alles, hat immer mit Beziehungen zu mir und zu meinen mich im Leben begleitenden Menschen zu tun. Heute zum Beispiel habe ich wieder eine mir bis dahin nicht bekannte Frau lange umarmt.

lovingEmma, die junge Seychellin , die hier unsere Ferienwohnung betreut, stand in unserer Tür. Ihre Augen schauten ganz traurig. Während unseres Gespräches erzählte sie mir, dass ihre ältere Schwester gestern gestorben ist, an Brustkrebs. Wir konnten uns einfach nur in den Arm nehmen, eine ganze lange Zeit umarmen, in die Augen schauen und wieder umarmen. Welch ein Trost das einem selbst auch spendet. Es ist so wichtig sein Herz sprechen zu lassen. Die Sprache des Herzens braucht keinen Übersetzer. Sie ist so einfach und so tief gehend. Emmas ganzer Körper genoss diese Umarmung, und ich auch.

Ich spüre noch jetzt die Gänsehaut, die mir immer wieder den Weg weist. Pure Liebe, sie ist in allen Sprachen zu spüren. Es braucht gar keine Worte.

Eine Umarmunwuweig darf andauern, sie verbindet die Herzen der Menschen. Nach ein zwei Minuten habe die Herzfrequenzen sich abgeglichen, sagt die wissenschaftliche Betrachtung. Ich spüre, da passiert Heilung, bei mir wie bei dem Anderen.

Was ist denn da währenddessen bei mir los? Ja ich bin achtsam geworden. Ich schaue auch bei mir, warum dieses Thema ankommt in meinem Leben. Sofort sind alle meine Gedanken bei den Erlebnissen, die ich so hatte mit dem Tod. „Let her go“- diese Worte kamen mir über die Lippen.

Wie lange habe ich gebraucht Schmerz zu überwinden? Erst jetzt, nach so vielen Jahren habe ich einen Weg gefunden, alles anschauen zu können. Der Tod gehört zum Leben. Er ist mir schon früh begegnet und hatte Schuldfragen hinterlassen. Heute weiß ich, jede Seele sucht sich ihren eigenen Weg sich diesem unvermeidlichen Thema zuzuwenden. Ich bin jetzt Begleiter – kein Opfer mehr, aber ich bestimme auch, wie sehr ich in Zukunft damit verbunden bin.

Ich spüre in solchen Momenten meine Freude, anderen Menschen helfen zu können auf dem Weg ihres Lebens. Ich bin dankbar dafür, dass der Tod mir in verschiedenen Formen bereits begegnete und ich jetzt ohne Angst hinschauen kann und darf. Danke liebes Leben.

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